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Leitbild

Unsere Haltung, unser Anspruch: das Recht jedes Kindes auf individuelle Förderung

Bildung sowie die individuelle Förderung ist kein Privileg, sondern das Grundrecht jedes Kindes. Die Schulen im Kanton Luzern unter Bildungs- und Kulturdirektor Dr. Armin Hartmann werden an diesem Anspruch gemessen.

Diesem Anspruch möchten wir als Schule im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen gerecht zu werden. Die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten erachten wir als Schlüssel, dank dessen auch grösste Herausforderungen bewältigbar sind. Deshalb ist die Kooperation an verschiedenen Stellen in unserem Leitbild wiederzufinden.

Buchtipp: Hasel, V. F. (2019). Der tanzende Direktor. Lernen in der besten Schule der Welt. Berlin: Kein & Aber.

Das Werk nimmt die Lesenden mit auf eine Reise nach Neuseeland, dessen Bildungssystem in internationalen Vergleichen regelmässig Spitzenplätze belegt. Die Autorin untersucht vor Ort, wie Schulen dort nicht nur Wissen vermitteln, sondern echte Lebensorte gestalten, an denen das Wohlbefinden und die Potentialentfaltung der Kinder im Zentrum stehen.

Die zentrale Erkenntnis des Buches ist, dass erfolgreiches Lernen massgeblich von einer Kultur des Vertrauens und der Beziehungsarbeit abhängt. Statt auf starre Hierarchien und Kontrolle setzen neuseeländische Schulen auf flache Strukturen, Fehlerfreundlichkeit und eine Schulleitung, die sich eher als Coach denn als Verwalter versteht. Hasel zeigt auf, dass Innovation an Schulen oft dort entsteht, wo Lehrpersonen Freiheiten erhalten und Schülerinnen und Schüler aktiv in die Gestaltung ihres Lernprozesses einbezogen werden. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass eine moderne Schule den Mut aufbringen muss, alte Muster zu durchbrechen, um eine Umgebung zu schaffen, in der alle Beteiligten mit Freude und Begeisterung wachsen können.

Filmtipp: Zalla, C. (Regie). (2023). Radical – Eine Klasse für sich [Film]. 3Pas Studios; Pantelion Films.

Das Werk basiert auf einer wahren Begebenheit in einer vernachlässigten Grenzstadt Mexikos. Im Zentrum steht der Lehrer Sergio Juárez Correa, der sich weigert, seine Schülerinnen und Schüler aufzugeben, obwohl das System und das Umfeld (geprägt von Korruption und Gewalt) kaum Hoffnung zulassen.

Seine Erkenntnis, die er durch radikal neue Lehrmethoden (inspiriert durch Sugata Mitra) in die Praxis umsetzt, ist, dass das Potenzial der Kinder durch Neugier und Selbstbestimmung freigesetzt wird, sobald die Angst vor dem Versagen verschwindet. Der Film verdeutlicht, dass nicht standardisierte Tests, sondern die menschliche Zuwendung und das Vertrauen in die Lernfähigkeit (Self-Directed Learning) die stärksten Hebel für Bildungserfolg sind. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Schule vor allem ein Ort der Ermutigung sein muss, der den Mut besitzt, herkömmliche Lehrpläne zugunsten der individuellen Entfaltung zu hinterfragen.